Opportunity-Partner eilen Haiti nach Erdbeben zur Hilfe
Zusammen mit unseren Partnerorganisationen aus dem Opportunity-Netzwerk wollen wir neben der sofortigen Notfallhilfe langfristige Wiederaufbauhilfe auf Haiti leisten. Spenden für die Opfer des Erdbebens vom Januar 2010 werden von uns unverzüglich an die vor Ort aktiven Partner weitergeleitet.
Haitis Hauptstadt Port-au-Prince wurde von einem Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala getroffen. Dabei wurde die Hauptstadt fast vollständig zerstört, weite Teile des Inselstaates sind verwüstet. Über 300'000 Menschen sind bei der Naturkatastrophe ums Leben gekommen.
Opportunity Internationals Partnerorganisation ASPIRE aus der benachbarten Dominikanischen Republik ist bereits dabei, Katastrophenhilfe zu leisten. Opportunity arbeitet auch mit Fonkoze, dem führenden Mikrofinanzdienstleister auf Haiti, zusammen. Der Geschäftsführer von Opportunity Internationals Mikroversicherungsinstitut Frank Livingston und sein Team stehen mit der Organisation im Kontakt und haben für uns einige Fragen beantwortet:
Wer ist Fonkoze und wie steht Opportunity mit der Organisation in Verbindung?
Fonkoze ist das grösste Mikrofinanzinstitut auf Haiti, das 150'000 Klienten Zugang zu Finanzdienstleistungen verschafft. In den letzten Jahren hat Opportunitys Mikroversicherungsdienstleister damit begonnen, die Organisation im IT-Bereich zu unterstützen. So konnten wir bereits unsere langjährige Erfahrung zur Unterstützung der Armen auf Haiti einbringen.
Ist die Organisation im Katastrophengebiet vertreten?
- Fonkoze hat insgesamt 40 Niederlassungen im ganzen Land, auch in Port-au-Prince.
Sind Angstellte und Klienten unter den Opfern des Erdbebens?
- Die Details sind teilweise noch unklar, uns wurde aber vom leitenden Informationsbeauftragten mitgeteilt, dass kein Mitarbeiter ums Leben gekommen ist. Über den Verbleib der Klienten ist im Einzelnen leider noch wenig bekannt. Fonkozes Hauptsitz in Port-au-Prince wurde schwer beschädigt. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden ist es zwar nicht eingestürzt, die Schäden lassen aber vermuten, dass es stark einsturzgefährdet ist. Daher hat das Management entschieden, dass Gebäude unverzüglich zu evakuieren und die Hauptcomputer des Banksystems zu retten. Die IT-Mitarbeiter von Fonkoze arbeiten zusammen mit den Spezialisten unserer Mikroversicherung in Denver an der Wiederherstellung der Daten. Die Infrastruktur der Hauptstadt ist aber dermassen beschädigt, dass eine baldige Inbetriebnahme des Hauptsitzes einem Wunder gleichkäme.
Wie ist die Situation im Land?
Bis vor einigen Tagen schien es nur schwer vorstellbar, dass sich die Lage im notleidenden Haiti weiter verschlimmern könnte, insbesondere für die Armen. Das Erdbeben hat sie jedoch drastisch verschlechtert. Insgesamt leben etwa zwei Millionen Menschen in der Nähe des Epizentrums. Laut Medienberichten sind in Port-au-Prince Hunderttausende der Katastrophe zum Opfer gefallen. Die Situation ist der reinste Albtraum. Infrastruktur und öffentliche Dienstleister funktionieren nicht mehr. Die Notfallhilfe kann die unmittelbaren Auswirkungen bekämpfen, langfristig benötigt Haiti aber nachhaltige Investitionen und Wiederaufbau.
Wie hilft Opportunity?
- Unser Mikroversicherungsdienstleister hilft bei der Wiederherstellung des Computersystems um den langfristigen Wiederaufbau der Mikrofinanzarbeit sicherzustellen. Das Opportunity-Netzwerk arbeitet auch mit ASPIRE zusammen, die von der Dominikanischen Republik aus Soforthilfe leisten.
Weiterführende Informationen finden Sie unter folgenden Links:
Seite mit regelmässigen Updates vom Opportunity-Partner Fonkoze
Artikel auf NZZ online










