Die Menschen hinter Opportunity International: Interview mit Roberto Lorente
![]() Roberto Lorente ist für Opportunity
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Roberto Lorente arbeitet als Projektmanager bei einer Vermögensverwaltung in Zürich. Er ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.
Was hat dich in Kontakt mit Opportunity gebracht?
Während meines Studiums der Internationalen Beziehungen kam ich mit dem Thema der Mikrofinanz in Kontakt. Der nachhaltige Charakter dieser Art von Hilfe zur Selbsthilfe faszinierte mich und ich begann nach Organisationen zu suchen, welche sich mit diesem Thema befassen und bei welchen ich mich in irgendeiner Form engagieren könnte. Dabei hatte ich das Glück, auf das „Young Ambassadors for Opportunity"-Netzwerk sowie auf Herrn George Kistler, den Geschäftsführer von Opportunity International Schweiz, zu stossen.
Du investierst Zeit, um dich ehrenamtlich zu engagieren. Was ist deine Motivation?
Als Kind hatte ich das Privileg, oft reisen zu können und fremde Orte und Kulturen kennenzulernen. Dabei lernte ich nicht nur die schönen Seiten der Orte kennen, sondern begegnete oft auch den Schattenseiten wie Armut, Hunger und sozialer Ungleichheit. Es waren immer prägende Erlebnisse, die mich massgeblich für die sozialen Umstände in Entwicklungs- und Schwellenländern sensibilisiert haben. Sich darüber zu entsetzen und nachzudenken, was man tun könnte, reicht jedoch nicht. Wenn ich mit meinem Einsatz auch nur einem Kind einen Schulplatz garantieren oder einer Familie zu einem würdevollen Einkommen verhelfen kann, dann ist das schon Motivation genug. Dafür opfere ich gerne Zeit.
Aktuell spricht man von einer „Krise" der Mikrofinanz. Was ist deine Meinung diesbezüglich?
Das ist sicher eine ernstzunehmende Angelegenheit. Leider haben ein paar wenige Organisationen Missbrauch betrieben und die Branche in Verruf gebracht. Die ganze Sache muss aber differenziert betrachtet werden. Erstens tauchte dieses Problem nicht flächendeckend auf, sondern nur auf geografisch relativ beschränktem Raum, nämlich im indischen Gliedstaat Andhra Pradesh. Mikrofinanzinstitutionen gibt es aber nicht nur in Indien, sondern in fast allen Entwicklungs- und Schwellenländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas und Osteuropas. Die tragischen Ereignisse von Andhra Pradesh haben sich dort aber nicht manifestiert. Es ist daher meiner Meinung nach falsch, von einer Krise des ganzen Mikrofinanzsektors zu sprechen. Zweitens muss zwischen kommerzieller und nicht-kommerzieller Mikrofinanz unterschieden werden. Obwohl beide ihre Berechtigung haben, bin ich der Ansicht, dass die nicht-kommerzielle, soziale Mikrofinanz, wie Opportunity International sie betreibt, dem eigentlichen Grundgedanken, nämlich der Armutsbekämpfung, besser dient.
Was sind deine Aufgaben bei Opportunity International Schweiz?
Man könnte sagen, dass ich der Social Media Manager von Opportunity Schweiz bin. Ich unterstütze Opportunity beim Betreuen der Twitter- und Facebook-Seiten und versuche, auf diesem Weg die Arbeit bekanntzumachen und natürlich potenzielle Spender anzusprechen. Ausserdem helfe ich mit beim Marketing Research.
Was gefällt dir an Opportunity International?
An Opportunity gefällt mir vor allem das Engagement der Leute, die sich mit viel Herz und vollem Einsatz für bessere Lebensumstände in vielen Ländern der Dritten Welt engagieren. Ganz besonders die Begegnung mit Herrn Tony Fosu, dem CEO der Opportunity-Partnerorganisaton in Ghana, war sehr anregend. Seine Präsentation im letzten Herbst in der Schweiz war für mich äusserst inspirierend. Speziell interessant finde ich bei Opportunity auch die Möglichkeit, anhand eines Insight-Trips in den Projektländern vor Ort erleben zu können, was meine Spende bewirkt.









