Microschools: Bildung als Schlüssel zu Überwindung der Armut
Ein Opportunity-Kredit wirkt schon vielfach dadurch, dass er zurückgezahlt und immer wieder neu ausgeliehen wird. Besonders freuen wir uns aber, wenn unsere Mikrofinanzierungsprogramme dazu beitragen, die sozialen Strukturen zu stärken.
Viele unserer Kreditnehmer werden so genannte "Edupreneurs", also Bildungsunternehmer, die private Schulen für benachteiligte Kinder in den Slumgebieten gründen, so genannte "Microschools".
Denn Bildung ist einer der wichtigsten Schlüssel, um Armut zu überwinden. Deshalb wird Opportunity International in den nächsten Jahren mit Hilfe von Kleinkrediten die Gründung von 100 Mikroschulen unterstützen. Die durch Privatinitiative eines Kreditnehmers entstehenden Schulen sind ein wirksames Mittel, um arme Kinder von der Straße zu holen. So wird Tausenden von Kindern die Möglichkeit gegeben, lesen, schreiben und rechnen zu lernen.
Durch das neue Opportunity-Microschool-Programm sollen bis 2012 in Ghana, Mosambik, Malawi, Uganda, Indien und auf den Philippinen 100 neue Schulen gegründet werden.
Dieses Projekt wirkt auf vielfache Weise: Zum einen unterstützen wir, wie auch sonst bei unserer Mikrofinanzarbeit, Kleinunternehmer. Diese Hilfe erreicht auch deren Familienmitglieder.
Die Kreditnehmer stellen nach und nach weitere Lehrer in der Schule ein und schaffen so weitere Arbeitsplätze. Außerdem wird somit vielen Kindern die Chance auf eine grundlegende Bildung gegeben.
In westlichen Industriestaaten wird pro Kind 66-mal so viel für Bildung ausgeben wie in den Staaten südlich der Sahara. Weil sich dort viele finanzschwache Staaten ein teures öffentliches Schulsystem oft nicht leisten können, gelten privat betriebene Schulen inzwischen vielfach als akzeptierte Alternative.
Mit seinem Microschool-Programm will Opportunity gerade Kinder ärmerer Familien erreichen, die die nahen privaten Schulen oftmals den weiter entfernten staatlichen Schulen vorziehen. Hinzu kommt noch, dass die Klassen dort überfüllt sind und der Unterricht und die Betreuung schlechter sind.
Nahe gelegene private Schulen bieten hingegen guten Unterricht und bessere Betreuung bei einer angemessenen Klassengröße. Deswegen versuchen auch arme Eltern, ihren Kindern diese Bildung zu ermöglichen. Denn sie sehen in ihren Kindern die Zukunft; sie sollen es einmal besser haben.
Es zeigt sich, dass ein hoher Bedarf an dieser Art von Schulen vor Ort besteht. Deswegen nehmen viele unserer Kreditnehmer die Chance wahr und errichten eine private Schule; sie werden zum Unternehmer in Sachen Bildung, zum so genannten "Edupreneur".
In einigen Schulen ist die Schulgebühr je nach Einkommen der Eltern gestaffelt, oder Kinder aus besonders armen Familien zahlen gar kein Schulgeld.
Lesen Sie hier die Geschichten einiger Kreditnehmer aus Ghana:
Not macht unternehmerisch: Vivian Adamhs Schule in Accra
Im Heimatland eine Perspektive: Ernest Kwartengs "City School"
Die Holzhütten-Akademie von Kingsley Opokuware
Sehen Sie auch das Opportunity-Video zum Thema "Microschools" im YouTube-Portal. Oder schauen Sie es sich einfach unten auf dieser Seite an. Gerne schicken wir Ihnen die DVD auch in optimaler Qualität zu. Bitte senden Sie uns dazu eine Nachricht über unser Kontaktformular.








