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Zeit spenden für Indien - Ein Rekordprojekt von "ZF hilft"

Spendenstand

ZF hilftDank der Mitarbeiter des deutschen Automobilzu­lieferers ZF Friedrichshafen aus kann Opportunity International Deutschland eines der grössten Hilfsprojekte seiner Geschichte starten. Insgesamt mehr als CHF 600'000 fliessen in den nächsten Jahren nach Chhattisgarh, einer der ärmsten Regionen in Indien.

Opportunity wird dort seine international bewährte Mikro­finanzarbeit aufnehmen und zunächst fast 3'000 Frauen mit Kleinkrediten versorgen. Opportunity-Vorstand Stefan Knüppel freut sich: „Wir sind froh und dankbar, dass der Verein „ZF hilft“ uns als Partner gewählt hat und wir können versichern, dass das Geld dort ankommt, wo es ankommen soll: an den Graswurzeln der Gesellschaft.“

Spendenscheckübergabe
Die Opportunity - Mitarbeiter freuen sich über die Unterstützung der
Mitarbeiter von ZF Friedrichshafen

Die Spende von „ZF hilft" in Höhe von CHF 525'000 hat für Opportunity International historische Dimensionen. Für uns ist es die grösste Privatspende seit unserer Gründung im Jahr 1996. Das Projekt in Indien hat ein Finanzvolumen von über CHF 607'500. Für die noch notwendigen CHF 82'500 hoffen wir auf die Unterstützung unserer Spender.

Mit diesem Grossprojekt können wir unsere seit Jahren etablierte Arbeit in Indien auch geographisch erheblich erweitern. In Chhattisgarh werden deshalb drei neue Standorte für die Vergabe von Kleinstkrediten errichtet. Der Staat ist einer der ärmsten Regionen Indiens und die meisten Einwohner sind in der Landwirtschaft tätig. Die Kredite gehen deshalb vor allem an Kleinbauern. Diese Gegebenheiten berücksichtigen wir und wenden  innovative Fördermöglichkeiten an: Einige der Klienten erhalten statt Geldes zum Beispiel ein Schwein oder eine Kuh zur Aufzucht – ein lebender Kredit.

Zwei Mitarbeiter von ZF

Mammmma
Mammmma kann ihre drei Töchter durch die Unter-
stützung von Opportunity International zur Schule
schicken

Rüdiger Faulhaber hat es in seinem beruflichen Alltag ansonsten mit Drehmomentwandlern zu tun. Und Katja Deutscher hat es mit Dämpfer und Kupplungen für Formel-1-Rennwagen zu tun. Weder Drehmomentwandler – allein der Begriff lässt den technisch Unkundigen erschaudern – noch die Formel 1 spielen in der Welt der Kleinbäuerinnen in Chhattisgarh eine Rolle.

Und doch hat der berufliche Alltag von Rüdiger Faulhaber und von Katja Deutscher mit dem Alltag der Kleinbäuerinnen in Chhattisgarh sehr viel zu tun. Denn dank der täglichen Arbeit von Faulhaber und Deutscher bei ZF Sachs in Schweinfurt bekommen die Bäuerinnen eine Chance, sich aus der Armut zu befreien.

Rüdiger Faulhaber und Katja Deutscher gehören zu den vielen ZF-Mitarbeitern, die bei der Spendenaktion von ZF hilft zu Gunsten von Opportunity International gespendet haben. Gespendet durch Geld oder dadurch, dass sie darauf verzichtet haben, sich ihre Überstunden auszahlen zu lassen.

FaulhaberWirtschaftsingenieur Faulhaber verzichtete auf eine Summe, die seinem Monatsgehalt nahe kommt. „Wir haben hier in Deutschland doch einen guten Lebensstandard. Dessen sollten wir uns trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise immer bewusst sein“, sagt Faulhaber, der auch an seinem Wohnhort versucht, Solidarität zu leben, indem er sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde und in der Feuerwehr engagiert.

„Unser Leben besteht aus Geben und Nehmen. Man sollte nicht nur nehmen, sondern auch geben. Wenn es nur Menschen gäbe, die nehmen, bricht das ganze System zusammen. Das gilt für das direkte Umfeld genauso wie für die ganze Welt. Deshalb war es für mich wichtig, etwas von dem, was ich habe, abzugeben“.

DeutscherMarketing-Sachbearbeiterin Deutscher liess sich ihre Überstunden nicht auszahlen, sondern schenkte sie „ZF hilft“. „Ich arbeite gern. Und wenn ich dann noch für einen wohltätigen Zweck arbeiten und damit etwas gegen die Armut anderer arbeitender Menschen tun kann, so ist das doch eine gute Sache!“

Die Kleinbauern in Chhattisgarh dürften sich für Drehmomentwandler oder Kupplungen von Formel-1-Rennwagen kaum interessieren. Dass es Menschen in Schweinfurt gibt, die damit täglich arbeiten, kann ihnen zu einer besseren Zukunft verhelfen.

Pressespiegel von "ZF hilft"

Online-Artikel von Südkurier.de


Bericht in der Vereinszeitung "drive" über "ZF hilft"

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