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Aids-Prävention 

Die HIV/Aids-Problematik ist ein wichtiges Thema besonders in Afrika, von der viele unserer Klienten betroffen sind. Rund 40 Millionen Menschen sind heute HIV-infiziert. Zwei Drittel davon leben im südlichen Afrika. Zwar gibt es wirksame teure Medikamente, doch haben in den Entwicklungsländern erst 1,6 Millionen Menschen Zugang zu den Arzneien.

Eine hohe Zahl von HIV-infizierten Menschen zieht weitere Probleme für arme Länder nach sich:

  • Arme Familien werden besonders getroffen durch den Arbeitsausfall des Erkrankten. Es muss Zeit, Geld und Energie auf seine Pflege verwandt werden.
  • Im Todesfall des Familienmitgliedes bleiben die Angehörigen verzweifelt und meist mittellos zurück. Verwandte müssen sich zusätzlich um die vielen Waisen kümmern.
  • Durch die hohe Sterblichkeitsrate beschliessen Eltern oft, noch mehr Kinder zu zeugen, in der Hoffnung, dass wenigstens einige überleben und die Eltern versorgen können, wenn diese einmal alt sind.
  • Dadurch, dass viele Menschen in ihrer eigentlich produktiven Lebensphase sterben und viele Alte und Kinder zurückbleiben, werden den betroffenen Ländern die Arbeitskräfte geraubt.

Eine Untersuchung mit 780 unserer Kreditnehmer in Simbabwe und Uganda brachte folgende Ergebnisse:

  • 93 Prozent haben schon ein Familienmitglied verloren, das an Aids gestorben ist
  • 57 Prozent haben einen Angehörigen, der an Aids erkrankt ist
  • 70 Prozent versorgen zusätzlich meistens gleich mehrere Waisen, deren Eltern an Aids gestorben sind

Es ist davon auszugehen, dass in den anderen afrikanischen Staaten ähnliche Zahlen vorliegen. Opportunity Internationals Antwort auf diese alarmierenden Ergebnisse ist ein strategischer Plan zur Aids-Prävention.

Wir kooperieren mit Aidshilfegruppen und setzen qualifizierte Spezialisten vor Ort ein, die die Kreditnehmer zu Themen wie Prävention und Verhütung schulen. Diese Aufklärungsarbeit zusammen mit der Stärkung der Rolle der Frau tragen zu einer besseren Verhütungssituation bei; damit wird der Ausbreitung der Epidemie entgegengewirkt.

Ausserdem wird eine spezielle Versicherung angeboten, die die Zusatzkosten für Begräbnisse und Verdienstausfall im Trauerfall abfängt, damit die Folgen dieses Massensterbens ein wenig abgemildert werden können und die Menschen in dieser Situation der Trauer und zusätzlichen finanziellen Belastung nicht verzweifeln müssen.