Wenn alles abbrennt, ist noch lange nicht alles verloren
Am Tag des Feuers, als ihr gesamter Besitz in Flammen aufging, wurde Sarah Byamukama von ihrem Kreditbetreuer beruhigt. Denn die Versicherung, die sie bei der Opportunity-Mikrofinanzbank abgeschlossen hatte, kam für den Schaden auf. Sie musste ihren Kredit nicht weiter abzahlen.
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Sie konnte sogar einen neuen Kredit bekommen und so ihr Geschäft wieder zum Laufen bringen. Sie ist Opportunity sehr dankbar: „Ich hatte Hoffnung, als alle anderen um mich herum keine mehr hatten. Gott ist grossartig! Seit dem Feuer war er es, der mir so viele neue Kunden gebracht hat."
Sarah Byamukama ist seit fünf Jahren Opportunity-Klientin und Mitglied der Star-Trustbank (Kreditnehmergruppe), doch ihr Geschäft führt sie bereits seit zwölf Jahren. Hauptsächlich verkauft sie Secondhand-Kleidung auf dem Owino Markt. Dort hat sie mittlerweile die Position eines Grosshändlers. Bevor sie den Kredit von Opportunity erhalten hat, konnte sie nur einen Stoffballen in der Woche verkaufen, mittlerweile bringt sie es auf ganze 30 Stück.
Neben ihrer täglichen Arbeit ist sie Sekretärin der Star-Trustbank, ihrer Kreditnehmergruppe. „Die Menschen in meiner Gemeinde respektieren mich sehr!" Das sind ihre Worte, wenn Sarah über ihre Arbeit für die Gruppe spricht. Sie kann diesen Respekt durch die Bereitschaft der Menschen spüren, wenn diese ihre Rückzahlungen direkt bei ihr abliefern, falls sie einmal nicht zu einem Treffen kommen können.
Sarah kann mit ihrem eigenen Gewinn auch anderen Menschen in der Gemeinde zu helfen. Sie kauft zum Beispiel Güter von ihnen oder leiht ihnen Geld, wenn sie es benötigen. Dafür kaufen die anderen Trustbank-Mitglieder und sogar die Kreditbetreuer bei ihr ihre Kleidung.
Sarah ist verheiratet und hat vier Kinder. Früher konnte die Familie die Schulgebühren für die Kinder nicht aufbringen, doch seit sie Opportunity-Klientin ist, hat sich Sarahs Leben und das ihrer Familie verändert. Sarah besitzt ein Sparkonto bei Opportunity und verfügt über einen Betrag von CHF 323, zusätzlich hat sie eine Kreditversicherung abgeschlossen.
Da sieben ihrer älteren Geschwister an Aids gestorben sind, kümmert sie sich um vier ihrer Kinder und schickt sie auf ein Internat, wo sie betreut werden. Sie hat vier weitere Geschwister die HIV-positiv sind. Sie betont, dass sie so hart arbeitet, um die Schulgebühren der Kinder bezahlen zu können, denn Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft. „Wer niemals zur Schule gegangen ist, wird auch niemals die Möglichkeit haben, etwas in der Welt zu erreichen."
Sarah ist als Kleinunternehmerin erfolgreich und sehr stolz auf sich. Sie möchte auch weiterhin ihr kleines Unternehmen ausbauen, um ordentlich für ihre Familie sorgen zu können.









