Jahreslosung 2012 interpretiert von George Kistler
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" (2. Kor 12,9)
Keiner ist gerne schwach. Es bedeutet, dass wir von andern abhängig sind. Und das ist herausfordernd. Gross ist besser als klein, gesund ist besser als krank, reich ist besser als arm. Es zählen Titel und Positionen. Es ist besser, der Beste zu sein. Das entspricht dem Denken und Handeln unserer Leistungsgesellschaft. Schwachheit wird zurückgewiesen. Schwache werden ausgegrenzt.
Ganz anders bei unserem Schöpfer: Bei Gott ist die Schwachheit kein Defizit. Im Gegenteil. Unsere Abhängigkeit ihm gegenüber ist die Grundlage, dass die Kraft Gottes zur Entfaltung kommen kann. Bei Gott dürfen wir schwach sein, damit er stark sein kann. Sein Massstab ist mutmachend und befreiend.
Gott hat eine Schwäche für die Schwachen. Bei Gott sind die Letzten die Ersten. Darum liegen ihm ganz besonders die Bedürftigen im globalen Süden am Herzen. Gerade für diese Menschen will er ein Starker sein. Und dazu sucht er auch im 2012 unser Engagement. Die Jahreslosung fordert uns heraus, in unserem persönlichen und beruflichen Umfeld nicht nur uns selbst alles zuzutrauen, sondern auf Gott und seine Möglichkeiten zu setzen.








