Giorgina Ofaa-Mensah: Bescheidene Anfänge tragen Früchte
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Giorgina Ofoo-Mensah besitzt ein kleines Restaurant mit Take-away in Cape Coast in Ghana. Fünf verschiedene Menüs gibt es täglich, geöffnet ist Giorginas Küche sechs Tage die Woche jeweils von 7 bis 22 Uhr. Typisch westafrikanische Gerichte stehen auf der Menükarte, Fufu beispielsweise (ein Brei aus Maniok und Kochbanane), Banku (Maisklösse), Kenkey (gesäuerte Maisklösse, die in Bananenblättern gedämpft werden) mit geräuchertem Fisch oder Fischsuppe. Vier Angestellte beschäftigt die 45-Jährige, darunter eine ihrer Schwestern.
Giorgina hat es geschafft. Sie ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau. „Gemeinsam mit meinem Mann, der eine kleine Drogerie führt, haben wir ein gutes Familieneinkommen", sagt sie, während sie Fischstücke in die dampfende Suppe gibt. Es geht gegen Mittag und immer mehr Kundschaft trudelt ein. Die meisten lassen sich ein mitgebrachtes Gefäss mit Essen füllen, einige setzen sich an einen der drei großen Tische auf der Veranda und essen dort.
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Begonnen hat Giorgina ganz bescheiden. Mit einem ersten Mikrokredit von 20 Cedis (umgerechnet etwa CHF 14) startete sie vor sieben Jahren. Auf dem Großmarkt in Accra kaufte sie jeweils Gemüse ein und verkaufte es in einem kleinen Kiosk in Cape Coast. Schnell hatte sie eine treue Kundschaft und die Nachfrage stieg.
Mit einem zweiten Mikrokredit von rund CHF 28 vergrösserte sie ihr Angebot. „Das herumreisen wurde jedoch zu stressig für mich, da meine Kinder damals noch sehr klein waren", erzählt sie. Vier Jungen hat sie, heute sind diese 18, 14, 12 und 9 Jahre alt. Sie begann deshalb, einfache Gerichte zuzubereiten und zu verkauften. Kontinuierlich vergrösserte sie ihr Geschäft, erhielt immer höhere Mikrokredite, die sie pünktlich abzahlte. Der letzte Kredit betrug CHF 1058, es war ihr 13. Zyklus.
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Das Land, auf dem das Restaurant steht, hat sie gemietet. Das Gebäude zahlt sie ab. „Würde ich nicht so hart arbeiten, könnten meine Kinder nicht zur Schule gehen", sagt sie, wenn man sie auf ihre langen Arbeitszeiten anspricht. Insgesamt CHF 141 Schulgeld pro Monat zahlt sie für ihre vier Kinder. Dazu kommt das Schulgeld für zwei fremde Kinder. „Es sind die Kinder einer armen Frau, die sich das Schulgeld nicht leisten kann", erklärt sie. Auch für deren Verpflegung sorgt sie, ohne grosses Aufheben darum zu machen. „Uns geht es gut", sagt sie zufrieden.











