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Comfort Amofah: Schuldirektorin und Kreditnehmerin

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Comfort Amofah

Comfort Amofah ist eine Frau, die anpackt; die organisiert und regelt - und das mit einer sehr klaren, deutlichen Sprache. Wenn sie spricht, spricht sie laut. Man sieht ihr an, dass sie in ihrem 63 Jahre alten Leben bereits eine Menge mit ihren  kräftigen Händen geschaffen hat. Ihr jüngstes, grosses Projekt ist ihre Schule.

Bonuso ist ein kleines Dorf in der Ashanti-Region in Zentralghana. Dort gründete Comfort Amofah die Schule vor drei Jahren. 60 war sie damals, gerade Witwe geworden und auf der Suche nach einer neuen Aufgabe: „Ich habe sechs Kinder. Die habe ich alle zur Schule geschickt. Ich weiss, wie wichtig Bildung für die Kinder ist. Deshalb habe ich diese Schule gegründet."

Für die Schulgründung bekam sie einen ersten Kredit von Opportunity. Mit den 300 Cedis  (rund CHF 225) kaufte sie Bretter. Aus den Brettern entstanden Klassenräume. Der zweite Kredit war bereits etwas höher. Sie kaufte davon Zement, um den Brettern ein Fundament zu geben. In zwei Jahren entstanden so fünf Klassenräume unter freiem Himmel, rund um einen staubigen Platz. Auf dem befindet sich ein einziger Baum - in seinem Schatten die Schulküche: ein grosser Bottich auf einer Feuerstelle, an der Mütter Essen für die Kinder kochen.

In den umliegenden Dörfern sprach sich schnell herum, dass es in Bonuso eine Schule gibt. Seitdem schicken die Menschen ihre Kinder zu Comfort Amofah. Neun Lehrer beschäftigt sie inzwischen. Sie unterrichten 200 Kinder.

Die Eltern könnten ihre Kinder auch in staatliche Schulen schicken. Doch die sind oft weit entfernt. Das Schulgeld beträgt zwei Cedis pro Monat, etwas mehr als CHF 1,60. Wer nicht zahlen kann, hilft - zum Beispiel beim Kochen in der Schulküche. Waisen müssen nichts zahlen.

Comfort Amofah ist zu Recht stolz auf ihre Schule und auf das, was die Kinder dort für die Zukunft lernen. Und das, was Comfort mit ihrer unermüdlichen Tatkraft geschaffen hat, haben Sie mit ihren Spenden ermöglicht.