Zuwendung für die Ärmeren: Die "New Love"- Microschool
Rebecca Newman, die Frau des Pastors der Gemeinde in Dankwa, Ghana, ist eine starke Frau: Sie selber hat zwei Kinder, kümmert sich aber zusätzlich noch um sechs Kinder von Verwandten. Motiviert von dem Wunsch, sich auch verstärkt für ihre Gemeinde zu engagieren, eröffnete sie 2007 die „New Love"-Schule.
Die Gründungsklasse bestand aus 25 Kindergartenkindern. Heute bereitet die Schule schon 280 Kindern den Weg in eine bessere Zukunft. In die Kindergartengruppen der Schule gehen die ganz Kleinen bis Fünfjährigen, die erste bis dritte Klasse wird von den Kindern bis acht Jahren besucht.
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Rebecca möchte ihren Schülerinnen und Schülern ein fundiertes und vielfältiges Bildungsprogramm bieten. Dies gelingt ihr, indem sie nicht nur Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch unterrichtet, sondern auch die ghanaische Sprache Twi, Umweltkunde und Religion. An der Schule sind insgesamt sieben Lehrkräfte beschäftigt, von denen sechs einen Highschool-Abschluss haben. Der Schulleiter Thomas Donhar ist selber ein pensionierter Lehrer.
Die Schule besteht heute aus zwei gemauerten Gebäuden, die jeweils in zwei Klassenzimmer unterteilt sind. Kinderkrippe und -garten sind in einer zusätzlichen Holzhütte untergebracht. So wird ein ganzjähriger Unterricht auch während der Regenzeit ermöglicht.
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Als Rebecca erfuhr, dass Opportunity International Kleinkredite an Bildungsunternehmer vergibt, zögerte sie nicht. Sie sah eine Chance ihre Schule weiterzuentwickeln. Insgesamt hat sie bereits drei Kredite über rund CHF 368, 736 und 1'472 in Anspruch genommen und getilgt. Die Darlehen ermöglichten es ihr, das Fundament für ein weiteres Gebäude errichten zu lassen und einen Schulbus zu kaufen, der „New Love" auch für Kinder aus entlegenen Regionen zugänglich macht. Ausserdem konnte sie eine Kochstelle errichten und Lebensmittel kaufen, sodass die Schülerinnen und Schüler auch in der Schule essen können.
Mit einem weiteren, vierten Kredit soll das Gebäude gebaut werden, dessen Fundament bereits gelegt ist. Und es gibt noch mehr zu tun: Die Schule ist noch nicht staatlich akkreditiert, da noch keine Sanitäranlagen vorhanden sind. Auch wenn die Schule bereits über eigene Bücher verfügt, so sind es für die gesamte Schülerschaft noch zu wenige. Meistens haben nur die Lehrer Bücher; die Schüler müssen dann von der Tafel abschreiben. Rebecca ist zuversichtlich, dass sie das alles mit Opportunitys Unterstützung bald ändern kann.
Die Schulgebühren betragen je nach Alter des Kindes zwischen CHF 10 und 12,5 für drei Monate. Das Essen kostet nur CHF 0,15 am Tag, ebenso die Fahrt mit dem Schulbus, die von 150 Schülern in Anspruch genommen wird. Aufgrund der geringen Schulgebühren können sich auch ärmere Familien den Schulbesuch leisten. Um sicherzustellen, dass für kein Kind der Schulbesuch an der finanziellen Situation der Eltern scheitert, vergibt Rebecca insgesamt zehn Vollstipendien.
Rebecca steht mit ihrer Schule im Wettbewerb mit den öffentlichen Schulen, die kostenlos sind. Sie ist aber dennoch erfolgreich, da ein Bedarf an guten Privatschulen besteht: Als die erste Generation Kindergartenkinder das Grundschulalter erreichte, äusserten sich die Eltern sehr zufrieden mit der Bildung und Versorgung durch „New Love". Der frühere Schulbeginn als in staatlichen Schulen (Unterrichtszeiten von 6.30 bis 15 Uhr) macht es für die Eltern einfacher ihrer Arbeit nachzugehen. und so ihre Familie zu versorgen. Rebecca wurde in ihrer Idee bestätigt: „Zufriedene Eltern schicken ihre Kinder gerne auf meine Schule", freut sich die engagierte Bildungsunternehmerin.










